5. Platz: Wer hätte das für den ursprünglichen Abstiegskandidaten Bad Homburg für Möglich gehalten?
Nach der (meist) schmalen Kost vom vergangenen Spieltag hatte sich Bad Homburg vorgenommen, am letzten Spieltag noch einmal alles auszukämpfen. Auch der FTV Frankfurt war bereit, obwohl es im verbliebenen Spiel der Hessenliga nur noch um die Goldene Ananas ging.
Zur vorletzten Runde der Hessenliga kamen die Schachfreunde aus Dettingen ins Vereinshaus Gonzenheim. Für beide Mannschaften ging es nur noch um die Platzierung jenseits von Gut und Böse - und es war schönes Wetter...
Verloren gegen die Großen Drei, gewonnen gegen die letzten 3, sonst 4:4. Überhaupt entpuppt sich die Hessenliga in diesem Jahr als 3-Klassen-Gesellschaft.
Das Hessenliga-Ergebnis des Tages kam gestern aus Eppstein: Dort holte Freibauer Mörlenbach beide Punkte und rettet so nicht nur sich selbst vor dem Abstieg, sondern vertrieb auch letzte Abstiegsgespenster aus Bad Homburg und Dettingen.
Des einen Freud, des anderen Leid: Eppsteins Abstieg "ist kaum noch abzuwenden" (trotz der Legionäre, die außer gegen die Großen Drei der Tabelle bisher jedes Mal eingesetzt wurden).
Es ist schon länger her, dass Bad Homburgs Erste gegen Brett vor'm Kopp spielte. Damals gelang den Kurstädtern ein Sieg, der am Ende zu einem 4jährigen Oberliga-Gastspiel beitrug.
In diesem Jahr treffen sich die beiden Vereine also in der Hessenliga wieder und beide Mannschaften müssen immer noch den Blick nach unten richten. 2 Punkte wären für beide sehr gut gewesen, ein 4:4 immerhin noch gut.
Ein Blick zurück in die Hessenliga der Corona-Saison: Bad Homburg konnte in einem glücklichen Match gegen die mit 4 Titelträgern bestückte Hofheimer Zweite gewinnen und den Grundstein für die folgenden 4 Jahre Oberliga legen (bei Hofheim II wurde es dann nur deren 3).
Vielleicht war das der Grund, warum Hofheim II gestern im Nachholspiel der Hessenliga erstmals in der Saison mit gar 6 Titelträgern, 1 GM, 3 IM, 2 FM, antrat.
Wie beide Vereine, die SVG Eppstein und der SK Bad Homburg im Vorfeld erkannt hatten, handelte es sich beim Aufeinandertreffen in der Hessenliga um ein Spiel, das man gewinnen musste.
Wie erwartet trat Eppstein dann auch mit seinen Legionären an, was Bad Homburg in den Spitzenbrettern das Leben schwer machte. Aber die Chancen sollten an den hinteren Tischen liegen.
4. Platz hinter den großen Drei sieht gut aus. Aber dahinter ist das Feld sehr dicht und Bad Homburg ist abstiegsbedroht!
Erster Extra-Spieltag in der Hessenliga, die ja aufgrund der temporär 12 Mannschaften auf 11 Runden kommt.
Bad Homburg reiste in Bestbesetzung nach Marburg. Einzig Justus, der gleichzeitig Bezirksmeister der U16 werden wollte (was gelang, dazu später mehr) wurde technisch durch Ralf Dunsbach ersetzt, der planmäßig fest zum Kader gehört.
Wie würde Marburg antreten? Mit oder ohne deren Meldebretter 2+3? Das war die Frage auf der Anreise. Und dann stellte sich heraus, dass sie sogar ohne 4 Stammspieler antraten!
Wie gegen Mörlenbach war Bad Homburg also überraschend Favorit und wie dort lief es leider nicht so richtig glatt.
Sie sind angekommen: 3 Nachwuchskräfte des Schachklub Bad Homburg verstärkten gestern die Hessenliga-Mannschaft und sie holten die meisten Punkte im Spiel gegen Mörlenbach.
Am Ende gab es ein 4:4, von dem man nicht sagen kann, ob es ein Punkt-Gewinn oder ein Punkt-Verlust ist.
Die Schachfreunde aus Emstal-Wolfhagen hatten beschlossen, die beiden Kämpfe in der Oberliga gegen Wiesbaden (6:2) und in der Hessenliga gegen Bad Homburg (7:1) im wesentlichen mit der gleichen Truppe zu bestreiten.
Das spart auch dort Reisekosten und Logistik-Aufwände, und es zeigte sich, dass die 3. Garde der Nordhessen locker reicht, um sogar in der Oberliga vorne mitzuspielen.