Springe zum Inhalt

Leichtes 3:1 im Hessenpokal

Die jüngeren Bad Homburger Erfolge im Hessischen 4er-Pokal sind rasch aufgezählt:

  • 2002/03 gab es ein 0:4 gegen den jetzigen Oberligisten Offenbach.
  • 2003/04 ein 1:3 gegen den jetzigen Hessenligisten Dotzheim.

Danach schaffte es Bad Homburg noch nicht einmal mehr auf die Hessenebene:

  • 2004/05 führte zu einem glatten Erstrunden-Aus auf Bezirksebene
  • 2005/06 nahm Bad Homburg nicht teil.
  • 2006/07 stieg Bad Homburg unter neuem Vorstand wieder in den Wettbewerb ein, aber es folgte ein klägliches Aus gegen Eschbach.
  • 2007/08 erfolgte ebenfalls ein Erstrunden-Aus gegen Bad Nauheim, allerdings nach besserer Performance.
  • 2008/09 rüstete Bad Homburg deutlich auf, revanchierte sich gegen Bad Nauheim, unterlag aber in einem denkwürdigen Halbfinale dem Nachbarn aus Oberursel.

Nach den Niederlagen der beiden Bad Homburger Mannschaften auf Bezirksebene schien der Traum von einer Teilnahme am Hessen-Viererpokal auch in dieser Saision schon ausgeträumt, bevor er begonnen hatte. Doch eine gute Fee in Gestalt des Turnierleiters für Mannschaftskämpfe bescherte den Homburgern einen Freiplatz - und man war entschlossen, diese Gabe nicht durch eine Niederlage in der ersten Runde schnöde auszuschlagen. Dies umso mehr, als dass der Gegner SC Fallender König Babenhausen durchaus als schlagbar eingestuft wurde.

Bad Homburg trat an den ersten beiden Brettern mit den Hessenliga-Spielern Ralf Dunsbach und Manfred Kroth an, die Bretter 3 und 4 wurden mit Hellmuth Lebermann und Ramat Faqiry aus der Bezirksoberliga-Mannschaft besetzt.

Um den geneigten Leser gleich von der Spannung zu erlösen: es waren justament diese beiden, die den Sieg der Kurstädter frühzeitig sicherstellten.

Die Eröffnung lief an allen Brettern für die Homburger, an allen 4 Brettern wurde nämlich zumindest eine leichte Initiative erzielt. Nach gerade einmal einer knappen Stunde Spielzeit war an Brett 4 alles entschieden: In der Diagrammstellung spielte T. Mohr (Babenhausen) mit Schwarz 19. ... Txc1?, und nach dem nicht eben überraschenden 20. Txc1 sah er scih vor die unerquickliche Alternative gestellt, entweder 21. Dxh6 oder das sofort tödliche 21. Tc7 zuzulassen. Er entschied sich für die letztere Möglichkeit und gab 7 Züge später mit Minusfigur und Minusbauern auf.

An Brett 3 hatte Hellmuth Lebermann mit Schwarz gegen seine Gegnerin V. Haas mit dem Mittelgambit 1. e4 e5 2. Sf3 d5?! bereits einigen Vorteil erzielt. In der Diagrammstellung konnte Frau Haas mit 27. De2 ihre schlechtere Stellung noch eine ganze Weile verwalten, nach dem schlechteren 27. Db1? Df3+ gingen dann die Lichter direkt aus.

Nahezu zeitgleich hatte am Spitzenbrett M. Fritsch seinem Gegner Ralf Dunsbach in geringfügig schlechterer Stellung ein Remis offeriert. Vor die Wahl gestellt, die Partie noch eine halbe Ewigkeit weiterspielen zu dürfen (und am Ende doch kein anderes Resultat zu erzielen), oder den Mannschaftssieg direkt sicherzustellen, entschied sich der Homburger für letzteres. Nachdem die Messe nun endgültig gesungen war, offerierte der Babenhausener A. Diehm auch Manfred Kroth in einer für diesen ebenfalls leicht vorteilhaften Stellung ein Remis. Manfred Kroth machte dann mit dessen Annahme den 3:1-Sieg perfekt.

Insgesamt ein überzeugender Sieg, bei dem kein Kurstädter auch nur in die Nähe einer Niederlage kam. Bericht: Ralf Dunsbach

 
 
Hatten leichtes Spiel in Babenhausen: Ralf Dunsbach, Manfred Kroth,
Ramat Faqiry und Hellmuth Lebermann.

Inzwischen wurde die 2. Runde ausgelost. Bad Homburg wird am 27. Juni gegen TuS Dotzheim spielen - das wird ein schwierigerer Gegner!