Am 1. Februar trat die 6. Mannschaft des Schachklub Bad Homburg am 7. Spieltag der Kreisliga zu einem schweren Auswärtsspiel bei der 2. Mannschaft von Frankfurt-Griesheim an. Unsere Mannschaft bestand aus Peter, Jan, Theodora, Maksim, Dominik und Marco.
Pech 1: Drei Stammspieler fehlen
Gleich das erste Pech traf die Mannschaft bereits bei der Aufstellung: Drei Stammspieler standen nicht zur Verfügung. Dadurch mussten die verbliebenen Spieler deutlich weiter vorne antreten als gewohnt. Peter und Jan rückten jeweils zwei Bretter nach oben, Theodora sogar drei Bretter.
Pech 2: Gegner mit 400 DWZ mehr
Das zweite Pech ließ nicht lange auf sich warten: Marco und Dominik bekamen es mit Gegnern zu tun, die rund 400 DWZ-Punkte mehr aufwiesen. Besonders bemerkenswert war Dominiks Kontrahent mit über 1.800 DWZ. Spieler dieser Spielstärke werden in Bad Homburg üblicherweise in der Bezirksoberliga an Brett 1 eingesetzt – und nicht drei Ligen tiefer in der Kreisliga an Brett 5.
Beide, Marco wie Dominik, hielten ihre Partien lange offen und kämpften engagiert. Trotz großen Einsatzes mussten sie sich am Ende jedoch geschlagen geben.
Pech 3: Ein unglücklicher Moment bei Jan

Das dritte Pech traf Jan in seiner Partie besonders schmerzhaft. Er hatte sich eine vielversprechende Stellung mit einem von rund 2,2 Bauerneinheiten erarbeitet. Im 16. Zug plante er, seinen Springer von e4 nach g5 zu ziehen – wie die spätere Computeranalyse bestätigte, wäre dies sogar der beste Zug gewesen.
Doch dann unterlief ihm ein folgenschweres Missgeschick: Statt nach g5 zog er den Springer versehentlich nach f6. Sein Gegner bestand auf die korrekte Anwendung der „berührt-geführt“-Regel. Auf f6 wurde der Springer jedoch sofort geschlagen werden. Die Computeranalyse wies anschließend einen Rückstand von 6,4 Bauerneinheiten aus.
Trotz dieses herben Rückschlags bewies Jan großen Kampfgeist und spielte noch lange weiter. Erst nach vier Stunden musste er schließlich die Partie aufgeben.
Pech 4: Knappe Niederlage
Erfreuliche Ergebnisse gab es dennoch: Peter erkämpfte ein solides Remis. Theodora, trotz drei Bretter höher eingesetzt, zeigte eine starke Leistung und gewann ihre Partie. Auch Maksim konnte einen vollen Punkt für Bad Homburg sichern.
Als letztes, besonders bitteres Pech des Tages bleibt das Endergebnis: Trotz aller Widrigkeiten und großem Kampfgeist verlor die 6. Mannschaft denkbar knapp mit 2,5 : 3,5. Ein Mannschaftspunkt wäre mit etwas weniger Pech durchaus möglich gewesen.
