{"id":5059,"date":"2009-11-03T09:40:13","date_gmt":"2009-11-03T09:40:13","guid":{"rendered":"http:\/\/20091103,%20runde3b.htm"},"modified":"2019-03-15T09:10:58","modified_gmt":"2019-03-15T08:10:58","slug":"bittere-niederlage-statt-kantersieg-oder-eine-der-sieben-todsuenden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schachklub-bad-homburg.de\/?p=5059","title":{"rendered":"Bittere Niederlage statt Kantersieg &#8211; oder eine der sieben Tods\u00fcnden!"},"content":{"rendered":"<p>  <b>1. Mannschaft, <a href = \"http:\/\/www.schachverband-hessen.de\/index.php?id=423\" target = \"_blank\">Hessenliga<\/a>: <\/b>  Das Hessenliga-Team gewann gl\u00fccklich gegen den SVG Epsstein. <a href = \"http:\/\/www.schachklub-bad-homburg.de?p=5061\">Zum Bericht<\/a>   <!--more-->  <\/p>\n<p>  <b>2. Mannschaft, <a href = \"http:\/\/bezirk-frankfurt.schach-chroniken.net\/archiv\/20092010\/mk\/55bzo00.htm\" target = \"_blank\">Bezirksoberliga<\/a>: <\/b>  Der 3. Spieltag der Bezirksoberliga brachte einmal mehr die zweite Mannschaft in Beinahe-Vollbesetzung an die Bretter \u2013 nur Adrian Cipca fehlte und wurde erneut durch Edel-Ersatzmann Manfred K\u00fchlmeyer ersetzt.  <\/p>\n<p>  Prinzipiell gut gestimmt und voller Elan legten die ersten 4 Bretter Theo Fischer, Ramat Faqiry, Hellmuth Lebermann und Thomas Mussler mit guten Partieanlagen los und auch Otto Reimer, Paul Lenhart, Matthias Siegmann und Manfred K\u00fchlmeyer zeigten in der ersten Stunde ausgeglichenes und interessantes Schach.  <\/p>\n<p>  W\u00e4hrend dann Theo Fischer am Spitzenbrett erstaunlich schnell nach einer alten Caro-Cann-Theorievariante (spielte schon Fischer in vielen Simultanpartien: 1.e4 c6 2.d4 d5 3.Sc3 de 4.Se4 Lf5 5.Sc5 e5 6.Sb7 Dc7) unter starken positionellen Druck geriet und rasch verlor, konnte Manfred K\u00fchlmeyer durch \u00fcberlegtes Spiel den verlorenen Punkt wieder wett machen: 1:1 der Erststand nach ca. 2 Std. Spielzeit.  <\/p>\n<p>  Die Gier, eine der sieben Tods\u00fcnden, wurde danach Ursache f\u00fcr eine erstaunlich knappe Niederlage, die eigentlich ein Kantersieg aller erster G\u00fcte h\u00e4tte sein m\u00fcssen, w\u00e4re sie, wie in der Partie Faqiry-... K\u00fchlmeyer-... Mussler-... dosiert eingesetzt worden.  <\/p>\n<p>  Es folgte n\u00e4mlich Matthias Siegmann, der der M\u00f6glichkeit, eine deutlich bessere Partie durch Damengewinn zu erhalten, einen vielversprechenden K\u00f6nigsangriff hinzuf\u00fcgte, um sp\u00e4ter dann \u2013  <em>mit gierigem Blick auf einen schlecht stehenden gegnerischen K\u00f6nig<\/em> \u2013 mit einem fehlerhaften Turmopfer die Partie verlor.  <\/p>\n<table width = \"630\">\n<tr>\n<td><img src = \"wp-content\/uploads\/2009\/04\/556_20090412, siegmann.jpg\" height = \"174\"><\/td>\n<td><img src = \"wp-content\/uploads\/2009\/11\/733_20091103, siegmann-stricker1.jpg\"><\/td>\n<td><img src = \"wp-content\/uploads\/2009\/11\/734_20091103, siegmann-stricker2.jpg\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan = \"3\">  <em>  Matthias Siegmann hatte an diesem Tag kein Gl\u00fcck: In der ersten Diagrammstellung spielte er <\/em>17. g4<em>, obwohl er (<\/em>gierig!<em>) mit <\/em>17. Sb3! Dxb3 18. Tc3<em> die gegnerische Dame h\u00e4tte fangen k\u00f6nnen.  Sechs Z\u00fcge sp\u00e4ter versuchte er es mit der Brechstange: <\/em>23. Txg6+?<em>. Wie die Analyse zeigte, w\u00e4re dort das ruhigere <\/em>23. Ld3<em> oder <\/em>23. h5!<em> besser gewesen.  <\/em>  <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p>  Am schlimmsten jedoch wurde der  <a href = \"http:\/\/www.schachklub-bad-homburg.de?p=5043\">Star der letzten Runde<\/a>, Hellmuth Lebermann, f\u00fcr seinen <em>gierigen Blick nach einem winzigen T\u00fcrmchen<\/em> \u2013 vermutlich nicht ganz unbeeindruckt vom mehr als destruktiven Spiel seines Gegners \u2013 in der Folge mit Matt bestraft.  <\/p>\n<table width = \"630\">\n<tr>\n<td><img src = \"wp-content\/uploads\/2009\/10\/702_20091004, lebermann.jpg\" height = \"174\"><\/td>\n<td><img src = \"wp-content\/uploads\/2009\/11\/731_20091103, lebermann-feigl1.jpg\"><\/td>\n<td><img src = \"wp-content\/uploads\/2009\/11\/732_20091103, lebermann-feigl2.jpg\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan = \"3\">  <em>  Hellmuth Lebermann: Im ersten Diagramm holte er sich mit <\/em>30. cxd4<em> das gegebene B\u00e4uerchen zur\u00fcck, obwohl sich in der Analyse zeigte, dass stattdessen <\/em>30. Le4<em> der Partiegewinner gewesen w\u00e4re. Sp\u00e4ter dann der t\u00f6dliche  <\/em>gierige<em> Griff nach dem Turm: <\/em>34. Sxb7?? Sh3+ 35. Kg2 Lc6!!<em> mit Gewinn f\u00fcr Schwarz!  <\/em>  <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p>  Damit stand es schon 3:1 f\u00fcr die Eschbacher (statt umgekehrt!), dem Paul Lenhart, ebenfalls mit einem Figureneinsteller in strategisch mindestens ausgeglichener, wenn nicht sogar besserer Stellung ein weiteres Geschenk an die Eschbacher hinzuf\u00fcgte: 4:1.  Damit konnte die von Otto Reimer zwischenzeitlich tapfer weitergef\u00fchrte Partie, die f\u00fcr ihn keinerlei Gewinnchancen mehr enthielt, nun remis gegeben werden: 4&frac12;:1&frac12; f\u00fcr Eschbach und der Kampf war verloren.  <\/p>\n<p>  Da war es nur noch Sch\u00f6nheitskosmetik, dass Ramat Faqiry, der nach gutem Spiel einem Remisangebot seines schlechter stehenden, aber st\u00e4rker gerateten Gegners nach R\u00fccksprache eine Absage erteilte und die Partie konsequent zum Gewinn f\u00fchrte. Ebenso konnte Thomas Mussler \u2013 einmal mehr der Langspieler \u2013 das phantasielose Spiel seines Gegners nach z\u00e4her Gegenwehr zum Punkt f\u00fchren: 3&frac12;:4&frac12; das Endergebnis, was eigentlich ein hoher Sieg f\u00fcr Bad Homburg h\u00e4tte werden k\u00f6nnen.  <\/p>\n<table width = \"630\">\n<tr>\n<td><img src = \"wp-content\/uploads\/2009\/04\/562_20090427, faqiry.jpg\" height = \"174\"><\/td>\n<td><img src = \"wp-content\/uploads\/2009\/11\/727_20091103, kiesewetter-faqiry1.jpg\"><\/td>\n<td><img src = \"wp-content\/uploads\/2009\/11\/728_20091103, kiesewetter-faqiry2.jpg\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan = \"3\">  <em>  In der ersten Diagrammstellung lehnte Ramat Faqiry das Remisangebot ab und zog <\/em>20. ... Tce8<em>. Mit Erfolg, denn kurz sp\u00e4ter gewann er - <\/em>ebenfalls gierig!<em> - einen Bauern auf a3 und dann die Partie!  <\/em>  <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p>  Zur Ehrenrettung aller Spieler sei notiert, dass sich <em>Gier im Schach<\/em> - anders als in der Bibel - h\u00e4ufig auch auszahlt. Der Verzicht auf einen Turm ist in der Analyse auch einfacher als am Brett, unter Zeitdruck, ...  <\/p>\n<p>  Dennoch beeindruckend an der Mannschaft ist, dass \u2013 im Gegensatz zur letzten Saison \u2013 die Einstellung und Partieanlage aller Spieler stimmte: bis zum Schluss der letzten Partie waren alle solidarisch anwesend \u2013 nachdr\u00fcckliche Empfehlungen f\u00fcr das n\u00e4chste Spiel, bei dem der Gegner in jedem Fall geschlagen werden sollte. (T.M.)  <\/p>\n<p>  <b>3. Mannschaft, <a href = \"http:\/\/bezirk-frankfurt.schach-chroniken.net\/archiv\/20092010\/mk\/55bzk00.htm\" target = \"_blank\">Bezirksklasse<\/a>: <\/b>  In der Bezirksklasse kam Bad Homburg gegen die 2. Mannschaft von Eschbach i. USI-Land zu einem extrem hart umk\u00e4mpften 4:4-Unentschieden. <a href = \"http:\/\/www.schachklub-bad-homburg.de?p=5060\">Zum Bericht<\/a>  <\/p>\n<p>  <b>4. Mannschaft, <a href = \"http:\/\/bezirk-frankfurt.schach-chroniken.net\/archiv\/20092010\/mk\/55krk00.htm\" target = \"_blank\">Kreisklasse<\/a>: <\/b>  Bad Homburg 4 unterlag beim souver\u00e4nen Tabellenf\u00fchrer TSG 1888 Nieder-Erlenbach knapp mit 2:4. Dabei konnten die Jugendspieler Jonas Lenz und Lennard Gleumes ihre Partien siegreich beenden.  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. Mannschaft, Hessenliga: Das Hessenliga-Team gewann gl\u00fccklich gegen den SVG Epsstein. 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