{"id":29121,"date":"2024-08-21T02:12:19","date_gmt":"2024-08-21T00:12:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.schachklub-bad-homburg.de\/?p=29121"},"modified":"2024-08-21T07:04:29","modified_gmt":"2024-08-21T05:04:29","slug":"bericht-aus-dem-olympischen-jugendlager","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schachklub-bad-homburg.de\/?p=29121","title":{"rendered":"Bericht aus dem olympischen Jugendlager"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit Unterst\u00fctzung der deutschen Schachjugend durfte Fenja am deutsch-franz\u00f6sischen olympischen Jugendlager in Paris teilnehmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber was ist das eigentlich? Erstmals gab es ein binationales olympisches Jugendlager, mit 50 deutschen und 50 franz\u00f6sischen Teilnehmenden. Es ist organisiert und gef\u00f6rdert von dem Deutschen Olympischen Sportbund, der Deutschen Sportjugend, der Deutschen Olympischen Akademie, sowie des Franz\u00f6sischen Olympischen Komitees (CNOSF) und des Deutsch-Franz\u00f6sischen Jugendwerks.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und was macht man in so einem Jugendlager? Na, das berichtet uns Fenja jetzt:<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-thumbnail\"><a href=\"https:\/\/www.schachklub-bad-homburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Internet_-Einkleidung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.schachklub-bad-homburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Internet_-Einkleidung-150x150.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-29127\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em><sup>\u00dcberblick \u00fcber meine Einkleidung<\/sup><\/em><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Circa eine Woche vor Abreise stand ein riesiges Paket vor meiner T\u00fcr. Da wusste ich: jetzt kann es losgehen. Denn darin war eine gro\u00dfe Reisetasche voll mit Team D Einkleidung und Zubeh\u00f6r. Denn obwohl wir nicht zum Team D geh\u00f6ren, und auch nicht im olympischen Dorf wohnten, durften wir als olympisches Jugendlager einige Teile der Einkleidung bekommen und w\u00e4hrend den zwei Wochen tragen. Eine gro\u00dfe Ehre, die das Zusammengeh\u00f6rigkeitsgef\u00fchl gest\u00e4rkt und unsere Teilnehmer immer leicht identifizierbar gemacht hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und schon ging es ab nach Frankfurt, wo sich die deutschen Teilnehmenden einen Tag vor Abreise trafen, um am n\u00e4chsten Morgen gesammelt mit einem Reisebus nach Paris zu fahren. Trotz der langen Fahrt konnte von Langeweile keine Rede sein, daf\u00fcr waren wir alle viel zu aufgeregt und voller Vorfreude. In der Unterkunft angekommen haben wir unsere franz\u00f6sischen Zimmernachbarn kennengelernt, und ich habe mich mit meiner Zimmernachbarin auf Anhieb gut verstanden. Die Zimmer waren deutsch-franz\u00f6sisch gemischt, es ist ja schlie\u00dflich ein binationaler Austausch, und so fand zumindest in meinem Zimmer auch jede Nacht noch ein \u201ebinationaler Austausch\u201c \u00fcber Erlebnisse des Tages und den neuesten Klatsch und Tratsch unter den Teilnehmenden statt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach der Er\u00f6ffnungsfeier des Camps am ersten Tag, bei der unter anderem der deutsche Botschafter in Frankreich Stephan Steinleine zu Gast war, ging es am zweiten Tag mit Kennenlernspielen und Sprachanimationen weiter.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-thumbnail is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.schachklub-bad-homburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Internet_-Reiseschach.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.schachklub-bad-homburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Internet_-Reiseschach-150x150.jpg\" alt=\"Aauch in Pausen wurde uns nicht langweilig, ich (mit Hut) hatte mein Reiseschachbrett immer dabei.\" class=\"wp-image-29129\" style=\"width:150px;height:auto\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em><sup>Auch in Pausen wurde uns nicht langweilig, ich (mit Hut) hatte mein Reiseschachbrett immer dabei.<\/sup><\/em><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am dritten Tag sind wir alle zusammen als Gruppe in die deutsche Fanzone, ein umfunktioniertes Rugbystadion, gefahren. Dort gab es viele sportliche Aktivit\u00e4ten zum ausprobieren, wir haben Sportler getroffen und uns die Er\u00f6ffnungsfeier im Live-Stream angeguckt. P\u00fcnktlich zur Feier fing es an zu regnen, aber das tat der guten Stimmung \u00fcberhaupt keinen Abbruch, denn dass es kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung gibt, hat sich wohl auch der Einkleidungsausstatter zu Herzen genommen, jeder von uns hat eine schicke Regenjacke und -hose.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Trotz der langen Nacht hie\u00df es am vierten Tag fr\u00fch aufstehen, denn wir durften ins deutsche Haus und jemanden ganz besonderes treffen. Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz hatte ein paar Minuten Zeit f\u00fcr uns und einige von uns konnten sich mit ihm unterhalten. Es war au\u00dferdem cool, Mal das deutsche Haus von innen zu sehen, inklusive der Party-Zone, wo die Athleten sich sp\u00e4ter gegenseitig bei Medaillengewinnen feiern w\u00fcrden. Nach diesem Besuch war jedoch keineswegs Mittagsschlaf angesagt, sondern wir haben den Rest des Tages mit Vortr\u00e4gen und Workshops verbracht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Solche Workshops haben uns w\u00e4hrend des ganzen Camps \u00fcber begleitet, denn wir waren ja nicht als Touristen in Paris, sondern um etwas f\u00fcr unser Leben zu lernen, ob durch interkulturellen Austausch oder Vortr\u00e4ge \u00fcber Themen wie die Olympische Geschichte, die Olympischen Werte oder Geschlechtergleichheit im Sport. Ich habe durch diese Vortr\u00e4ge viel neues gelernt und es war immer interessant, von den eingeladenen G\u00e4sten neue Perspektiven aufgezeigt zu bekommen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/www.schachklub-bad-homburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Internet_-Scholz.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"600\" src=\"https:\/\/www.schachklub-bad-homburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Internet_-Scholz.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-29124\" srcset=\"https:\/\/www.schachklub-bad-homburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Internet_-Scholz.jpg 900w, https:\/\/www.schachklub-bad-homburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Internet_-Scholz-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.schachklub-bad-homburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Internet_-Scholz-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em><sup>Gruppenfoto mit dem Kanzler, ich bin ganz vorne, direkt links neben dem Kanzler. (Quelle: Sina Kuiper\/DFOJL)<\/sup><\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am f\u00fcnften Tag stand endlich mein erster von vier Wettkampfbesuchen an. Es wurde zuf\u00e4llig ausgew\u00e4hlt, wer zu welchen Wettk\u00e4mpfen fahren darf, da es nicht immer genug Tickets f\u00fcr alle gab. Ich durfte an diesem Tag zum Bogenschie\u00dfen Medaillenentscheid der Frauen-Teams. Ich konnte mir im Vorfeld nicht viel darunter vorstellen und entschloss, mich einfach \u00fcberraschen zu lassen. Schon der erste Eindruck der Wettkampfst\u00e4tte war unglaublich! Die Trib\u00fcnen waren zwischen Invalidendom und der ber\u00fchmten Seine-Br\u00fccke Pont Alexandre III aufgebaut, mit Blick auf den Eiffelturm. Wir hatten erstklassige Pl\u00e4tze, und so konnten wir den Wettkampf gut verfolgen. Direkt hinter mir sa\u00df ein Mann, der seiner Frau fortw\u00e4hrend detailliert alles erkl\u00e4rte, was vor sich ging. Ich sprach in schlie\u00dflich an, um zu fragen ob er Bogensch\u00fctze sei und es stellte sich heraus, dass der sehr freundliche Pr\u00e4sident des Amerikanischen Bogenschie\u00dfen Verbandes direkt hinter mir sa\u00df. So hatte ich die restliche Zeit einen sehr interessanten Spielkommentator, der alle meine Fragen beantworten konnte, ungeahnte Techniken erkl\u00e4rte und obendrein alle Bogensch\u00fctzinnen und ihre Trainer pers\u00f6nlich kannte. So vergingen vier Stunden bei \u00fcber 30\u00b0C wie im Flug. Au\u00dferdem sa\u00df neben mir eine Koreanerin etwa in meinem Alter, wir tauschten s\u00fc\u00dfe rote Bohnenpaste (koreanischer Snack) gegen M\u00fcsliriegel (deutscher Snack) und waren von dem Moment an Freundinnen. So feuerte ich, nach dem die deutschen Frauen im Viertelfinale leider ausschieden, die koreanische Mannschaft an, und als es nach einem absoluten Krimi im Finale gegen die Chinesinnen mit Photofinish hie\u00df, dass Korea in diesem Event bei den zehnten olympischen Spielen in Folge Gold gewonnen hat, lagen meine neue koreanische Freundin und ich uns in den Armen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diesen Wettkampftag werde ich wohl nie vergessen. Jetzt hatte ich endlich verstanden, was mit dem so ber\u00fchmten \u201eolympischen Geist\u201c gemeint ist, denn ich habe ihn an diesem Tag definitiv erlebt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am sechsten Tag blieben wir in der Unterkunft und es gab wieder spannende Workshops und Vortr\u00e4ge, zum Beispiel zu Nachhaltigkeit und Sport oder zum Umgang mit Leistungsdruck im Sport.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-thumbnail\"><a href=\"https:\/\/www.schachklub-bad-homburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Internet_-Louvre.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.schachklub-bad-homburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Internet_-Louvre-150x150.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-29128\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em><sup>Allein im Louvre, unterhalb der ber\u00fchmten Glaspyramide.<\/sup><\/em><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am siebten Tag konnte ich kaum glauben, dass die H\u00e4lfte der Zeit schon vergangen war. Ich war in einer Gruppe, die eine tolle F\u00fchrung zu Olympischer Geschichte, speziell Br\u00e9al, durch Paris bekam. Au\u00dferdem durften wir, obwohl das Louvre f\u00fcr regul\u00e4re Besucher an diesem Tag geschlossen war, in das ber\u00fchmte Museum, um uns dort eine aktuelle Ausstellung \u00fcber die Olympische Geschichte anzusehen. Es war unglaublich, ohne Schlange in das ansonsten so \u00fcberf\u00fcllte Museum zu gehen und die weiten Hallen ganz f\u00fcr sich allein zu haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die zweite Woche fing mit meinem zweiten Wettkampfbesuch an: Tennis.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">An diesem Tag hatten wir das Gl\u00fcck, zwei Spiele zu sehen, in denen wir zwei Deutsche anfeuern konnten.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-thumbnail\"><a href=\"https:\/\/www.schachklub-bad-homburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Internet_-Tennis.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.schachklub-bad-homburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Internet_-Tennis-150x150.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-29123\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em><sup>Chefpl\u00e4tze im Stade Roland Garros<\/sup><\/em><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es fing an mit Dominik Koepfer, der gegen den sp\u00e4teren Olympiasieger Novak Djokovic tapfer k\u00e4mpfte, aber deutlich verlor. Das Match, was diesen Tag definierte war jedoch die dreist\u00fcndige Zitterpartie von Angelique Kerber gegen die junge Chinesin Qinwen Zheng. Die Stimmung war elektrisch. Wir haben drei Stunden lang durchgehend Angelique Kerber angefeuert, meine Stimme ist immernoch nicht ganz wieder die Alte. Obwohl unsere Unterst\u00fctzung am Ende nicht gereicht hat und Angelique Kerber knapp gegen die sp\u00e4tere Olympiasiegerin Zheng verloren hat, war es ein unglaubliches Erlebnis. Eine solche Stimmung mit solchen Fans habe ich noch bei keinem Sportereignis erlebt. Au\u00dferdem war es wirklich cool, dass wir nicht nur zwei Deutsche im Wettkampf sehen konnten, sondern zuf\u00e4llig auch die beiden sp\u00e4teren Olympiasieger. Um den Tag voll Spannung und Sportsgeist ausklingen zu lassen besichtigten wir noch den Eiffelturm.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am n\u00e4chsten Tag gab es vormittags einen spannenden und interaktiven Workshop zu Sport und mentaler Gesundheit und nachmittags ging es mit der gesamten Gruppe zum Club France, der franz\u00f6sischen gigantischen Fanzone. Dort haben wir die franz\u00f6sische Leichtathletik-Legende St\u00e9phane Diagana getroffen, welcher der diesj\u00e4hrige Pate des Jugendlagers ist. Anschlie\u00dfend hatten wir Zeit um die vielen angebotenen Aktivit\u00e4ten in der Fanzone auszuprobieren, von Sport \u00fcber Fotoecken bis zu dem bewundern von echten olympischen Medaillen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am zehnten Tag des Camps hatten wir ausnahmsweise keine Programmpunkte, sondern den Tag zur freien Verf\u00fcgung. Ich habe die Gelegenheit genutzt, endlich Mal auszuschlafen und danach hatten wir genug Freizeit um mit einer kleinen Gruppe von Freundinnen alle Orte in Paris abzuklappern, die wir nochmal unbedingt gesehen haben wollten. Es war sch\u00f6n, dass wir bei so einem intensiven Programm auch Mal die M\u00f6glichkeit hatten durchzuatmen und abzuschalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Verschnaufpause hielt aber nicht zu lang, den am n\u00e4chsten Tag ging es f\u00fcr mich zum Medaillenentscheid im Tischtennis der Frauen. Das Finale war zwischen zwei Chinesinnen und so waren viele der Zuschauer extra aus China angereist, wo die Tischtennisspieler gro\u00dfe Stars sind. Das bot die M\u00f6glichkeit sich mit chinesischen Fans auszutauschen und nat\u00fcrlich hatten wir alle wie immer Spa\u00df beim Tauschen von Pins.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-thumbnail\"><a href=\"https:\/\/www.schachklub-bad-homburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Internet_-Pins.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.schachklub-bad-homburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Internet_-Pins-150x150.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-29125\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em><sup>Hinter jedem der Pins aus den verschiedenen L\u00e4ndern steckt eine Geschichte oder Begegnung.<\/sup><\/em><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Tauschen von Pins, die man sich an seinen Lanyard mit der Akkreditierung steckt ist eine olympische Tradition. So habe auch ich mit 10 deutschen Pins gestartet und am Ende des Aufenthalts sieht mein Lanyard wie auf dem Bild rechts aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am n\u00e4chsten Tag ging es direkt weiter mit dem n\u00e4chsten Wettkampf. Kaum zu glauben, dass das schon mein letzter Wettkampfbesuch sein w\u00fcrde. Daf\u00fcr war dieser nochmal ein absolutes Highlight, wir guckten Leichtathletik im Stade de France. Es war toll, so nah an der inzwischen ikonischen lila Laufbahn zu sitzen und einen halben Tag lang Events wie H\u00fcrdenlaufen und Sprints zu sehen, die ich sonst nur aus dem Fernsehen kannte. Es war au\u00dferdem bemerkenswert, dass das Stadion schon Sonntagmorgens ausverkauft war und wie fast 80.000 Zuschauer die Sportler angefeuert haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach den Wettk\u00e4mpfen machten wir noch einen Abstecher ins House Jamaica, wo wir unter anderem jamaikanisches Essen probieren konnten. Noch so eine interkulturelle Erfahrung, die ich ohn das Jugendlager wohl nicht so schnell gemacht h\u00e4tte. Ich kann best\u00e4tigen, es war lecker!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am vorletzten Tag blieben wir in der Unterkunft und hatten morgens Besuch von Sportlern. Die ehemalige franz\u00f6sische Handballnationalspielerin Manon Houette besuchte uns und beantwortete Fragen, und eins meiner absoluten Highlights: am Morgen kam Dirk Nowitzki zu uns in die Unterkunft und nahm sich \u00fcber anderthalb Stunden Zeit, um mit uns ins Gespr\u00e4ch zu kommen und Fragen zu beantworten. Er fand es \u00fcbrigens ziemlich beeindruckend und ungew\u00f6hnlich, dass ich Schach spiele. Es war toll, wieviel Zeit er sich f\u00fcr uns genommen hat und wie offen er \u00fcber seine Zeit als junger Sportler gesprochen hat. Am Ende hat er sich auch noch f\u00fcr alle Zeit genommen, die gerne ein Foto machen wollten.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/www.schachklub-bad-homburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Internet_-Nowitzki.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"618\" height=\"900\" src=\"https:\/\/www.schachklub-bad-homburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Internet_-Nowitzki.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-29122\" srcset=\"https:\/\/www.schachklub-bad-homburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Internet_-Nowitzki.jpg 618w, https:\/\/www.schachklub-bad-homburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Internet_-Nowitzki-206x300.jpg 206w\" sizes=\"auto, (max-width: 618px) 100vw, 618px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em><sup>Dirk Nowitzki, einer meiner Kindheitshelden, und ich<\/sup><\/em><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am Nachmittag haben wir noch Workshops gemacht. Ein Teilnehmer hatte einen coolen Workshop mit vielen interaktiven Aufgaben zu Sport und Inklusion vorbereiten, wo wir zum Beispiel mit einer speziellen Brille, die fast vollst\u00e4ndige Blindheit simuliert, versuchen mussten Ballspiele zu spielen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und dann war auch schon der letzte volle Tag gekommen. Dieser versprach aber nochmal etwas ganz besonderes zu werden, denn am Vormittag ging es zum Park der Champions, wo Medaillengewinner vor dem Eiffelturm von der \u00d6ffentlichkeit gefeiert werden. Es war sehr voll und erst hatten wir keine besonders gute Sicht, aber dann haben ein Freund und ich es geschafft mit einer Mischung aus nettem Fragen und dem hergeben von zwei Pins an einen Volunteer in die Presidential Lounge oben \u00fcber dem Championspark gelassen zu werden. Die Aussicht war unschlagbar und als Michael Phelps und dann der franz\u00f6sische K\u00f6nig des Schwimmens L\u00e9on Marchand mit seiner Mannschaft auftauchte war die Stimmung nicht mehr zu toppen. Ein einmaliges Erlebnis, ich hatte trotz 35\u00b0C im Schatten G\u00e4nsehaut.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/www.schachklub-bad-homburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Internet_-Eifelturm.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"777\" src=\"https:\/\/www.schachklub-bad-homburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Internet_-Eifelturm.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-29126\" srcset=\"https:\/\/www.schachklub-bad-homburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Internet_-Eifelturm.jpg 900w, https:\/\/www.schachklub-bad-homburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Internet_-Eifelturm-300x259.jpg 300w, https:\/\/www.schachklub-bad-homburg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Internet_-Eifelturm-768x663.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em><sup>Unser Blick auf den Champions Park<\/sup><\/em><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Den letzten Abend feierten wir schlie\u00dflich alle zusammen mit einem liebevoll von Teilnehmenden gestalteten Abschlussabend voll Musik, Spielen und guten Freunden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit minimalem Schlaf hie\u00df es am n\u00e4chsten Tag Abschied nehmen von Paris, den franz\u00f6sischen Teilnehmenden und Olympia. Die Busfahrt zur\u00fcck verging wie im Flug und ehe man sich versah hat man sich auch von den deutschen Teilnehmenden verabschiedet und ist wieder Zuhause.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was bleibt sind nicht nur eine Menge Pins und massenweise Sportklamotten, die ich bei meinem Sport ja garnicht anziehe, sondern vorallem die vielen Erinnerungen, Freundschaften und das unbeschreibliche Gef\u00fchl, einmal Olympia gelebt zu haben. Es waren zwei der besten Wochen meines Lebens.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">An dieser Stelle m\u00f6chte ich gerne nochmals den Organisationen danken, die ich im ersten Bericht schon erw\u00e4hnt habe und die dieses Camp m\u00f6glich gemacht haben. Vielen Dank an den Deutschen Olympischen Sportbund, die Deutsche Sportjugend, die Deutsche Olympische Akademie, das franz\u00f6sische Olympische Komitee CNOSF und das Deutsch-Franz\u00f6sische Jugendwerk.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Au\u00dferdem geht mein Dank an das wundervolle Leitungsteam, das uns Teilnehmenden so viel erm\u00f6glicht hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu guter Letzt geht mein Dank an die Deutsche Schachjugend, die ich im olympischen Jugendlager repr\u00e4sentieren durfte und die mich unterst\u00fctzt hat. (F.G.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit Unterst\u00fctzung der deutschen Schachjugend durfte Fenja am deutsch-franz\u00f6sischen olympischen Jugendlager in Paris teilnehmen. Aber was ist das eigentlich? Erstmals gab es ein binationales olympisches Jugendlager, mit 50 deutschen und 50 franz\u00f6sischen Teilnehmenden. 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